Zwischen den Jahren
Was mir auf der Brücke zwischen den Jahren so durch den Kopf geht: - Das meckernde Lachen von Desmond Tutu und wie er sich bei einer Anhörung der Wahrheitskommission die Hände vor Entsetzen vors Gesicht schlägt und seine Stirn auf die Tischplatte legt. Er hat dieses Weihnachtsfest noch mitgenommen und ist danach mit 90 gestorben. Ich frage mich oft, wie man angesichts von so viel Hass und Gewalt das Lachen bewahren kann. (Seine Friedensnobelpreismedaille wurde ihm bei einem Einbruch gstohlen. Das goldene Lachen blieb.) Tutu hatte ein Geheimrezept. Bestimmt hatte es mit seiner Liebe zu den Menschen und mit seinem Glauben an Gottes Liebe zu den Menschen zu tun. - Die Kinderaugen an Heiligabend: Wie alt auch die Menschen, in dieser Heiligsten der Nächte schaut aus allen Menschen das Kind, das sie mal waren und das sie irgendwo noch sind und das sie irgendwie werden. - Das Gedicht von Jochen Klepper, auf das ich bei der Vorbereitung der Weihnachtspredigt stiess. Er schrieb es 1938. Und in ...